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Alles im Flow?! Die Redox-Flow-Batterie stellt sich vor

 

Wie funktioniere ich?

Wo werde ich eingesetz?

Einbindung in ein Mieterstrommodell

Zukunftsausssichten für die Praxis

Beispielprojekt Gewerbepark „IFAGE“

 


Wie funktioniere ich?

Redox-Flow-Batterie
Bilder der RFB am Standort Gewerbepark IFAGE, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden / Leistung: 2 kWel, Kapazität:10 kWh, Quelle: ABO Wind AG, Wiesbaden

 

Galvanische_Zelle_2009-02-08

Ich bestehe aus der Galvanischen Zelle (Vorrichtung zur spontanen Umwandlung von chemischer in elektrischer Energie), den beiden externen Elektrolyttanks sowie Peripherieelementen. Zu diesen zählen Pumpen, Leitungen und Ventile. Durch Pumpen des Elektrolyts durch die Reaktionszelle wird Energie freigesetzt. Die Zusammensetzung des Elektrolyts bestimmt sowohl die Zellspannung als auch die Energiedichte der Batterie. In Betrieb befördern Pumpen die energiespeichernden Elektrolyte aus den Tanks über zwei getrennte Kreisläufe zur galvanischen Zelle, deren Funktion auf einer Redoxreaktion beruht. Auf der einen Seite der Zelle findet eine Reduktion und auf der anderen Seite eine Oxidation statt. Die Membran in der galvanischen Zelle erlaubt dabei einen Ionenaustausch, verhindert jedoch eine komplette Vermischung der beiden Elektrolyte.

 

Quelle: Von Henry Mühlpfordt, Galvanic Cell.svg: GringerGalvanic Cell.svg, CC BY-SA 3.0, Link

 
 

 

Wo werde ich eingesetzt?

Durch die geringe Energiedichte benötige ich große Elektrolyttanks, die mein Einsatzgebiet durch das Gewicht und die Größe einschränkt. Daher liegen meine Stärken in der Langzeitspeicherung im stationären Betrieb. Mit unterschiedlich skalierbarer Kapazität und Leistung kann ich mich dabei an alle Gegebenheiten anpassen. Meine Haupteinsatzgebiete sind unter anderem die Netzunterstützung, zur Glättung von Schwankungen aus volatiler (nicht planbarer) Energieproduktion, als Backup für unterbrechungsfreie Stromversorgung und zur Eigenverbrauchserhöhung:

  • Backupsysteme,
  • Frequenzregelung,
  • dezentralisierte Energiespeichersysteme,
  • Integration erneuerbarer Energien,
  • Regel- und Ausgleichsenergiebereitstellung und
  • Langzeitspeicherung.

Vorteile Redox-Flow Nachteile Redox-Flow

 

 

Die Redox-Flow-Batterie eingebunden in ein Mieterstrommodell

 

Skizze Redox-Flow Einbindung in Mieterstrommodell

 

 

Zukunftsaussichten für die Praxis

 

 

 

 

 

 

 

 

Audio-Kommentar von Floran Dahl, Projektleiter Energiecontracting der ABO Wind AG in Wiesbaden

 

Beispielprojekt Gewerbepark „IFAGE“

Informationen zum Praxisbeispiel Gewerbepark „IFAGE“ der ABO Wind AG bei dem die Redox-Flow-Batterie zum Einsatz kommt.

Bürogebäude, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden Quelle: ABO Wind AG

Auszug aus dem Bericht der ABO Wind AG zum Praxisbeispiel Gewerbepark „IFAGE“:

169.000 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr gespart

Durch den Umbau der Heizungsanlage werden jedes Jahr knapp 170 Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid gespart. Das ist so viel, wie ein Mittelklassewagen mit einer Laufleistung von 1,5 Millionen Kilometern im Jahr verbrauchen würde. Seit Dezember 2016 macht eine Redox-Flow-Batterie das Energieversorgungskonzept noch effektiver. Die rund 1,2 Quadratmeter große und eine Tonne schwere Batterie speichert Strom, wenn dieser nicht vor Ort benötigt wird. „Damit ist die Batterie eine ideale Ergänzung für unser Energiekonzept“, erklärt Mike Luther, Leiter der zuständigen Wärmeabteilung bei ABO Wind.

Redox-Flow-Batterie macht Energieversorgung noch effizienter

„Wenn unsere beiden Blockheizkraftwerke zum Beispiel im Winter neben Wärme auch Strom produzieren, der nachts nicht komplett im Gebäude benötigt wird, nimmt die Batterie diesen auf. Tagsüber fließt der Strom dann aus der Batterie in die Büros, um den dann hohen Bedarf zu decken“, sagt Luther. Daraus ergeben sich zahleiche Vorteile: „Wir entlasten die städtischen Netze und vermeiden Übertragungsverluste.“ Zudem ist der von Blockheizkraftwerken und Photovoltaik-Anlage produzierte Strom für die Nutzer günstiger als extern zugekaufter. „Es ist ökonomisch wie ökologisch ideal, den vor Ort erzeugten Strom zu speichern, um ihn möglichst vollständig am Produktionsstandort zu verbrauchen“, resümiert Luther. Weitere Informationen

 

Wir danken der ABO Wind AG, 65195 Wiesbaden (Mitglied im VfW) für die Unterstützung bei der Erstellung des Beitrages und die Bereitstellung des Bildmaterials.

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